Gebetszeiten in Grevenbroich

Namaz

Nächstes Gebet: Dhuhr in

Fajr Morgengebet
Shuruk Sonnenaufgang
Dhuhr Mittagsgebet
Asr Nachmittagsgebet
Maghrib Abendgebet
Isha Nachtgebet
Informationen
Heute
, Mittwoch, 10 Juni 2026
Hijri
24 Dhu l-hiddscha 1447
Ort
Grevenbroich, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Zeitzone
Europe/Berlin
Breitengrad
51.09102000
Längengrad
6.58270000
Einstellungen

Monatliche Gebetszeiten Grevenbroichjuni 2026

Datum Fajr Shuruk Dhuhr Asr Maghrib Isha

Geografische Länge und ihr Einfluss auf den Sonnenuntergang

Grevenbroich liegt bei 6,58 ° östlicher Länge. Schon ein Unterschied von einem Längengrad verschiebt den Sonnenuntergang um knapp vier Minuten. Städte wie Aachen (etwa 6,1 ° E) erleben den Maghrib daher wenige Minuten später, während Düsseldorf (6,8 ° E) ihn etwas früher hat. Solche Abweichungen mögen gering wirken, doch sie bestimmen, wann das Fasten gebrochen und das Pflichtgebet rechtzeitig verrichtet wird. Wer zwischen verschiedenen Orten pendelt, sollte wissen, dass nicht die Entfernung in Kilometern, sondern die Längendifferenz den Zeitpunkt des tatsächlichen Sonnenuntergangs vorgibt. Die auf dieser Seite angezeigten Zeiten sind exakt für die Koordinaten von Grevenbroich berechnet und berücksichtigen den amtlichen Zeitzonenversatz von «Europe/Berlin» (UTC +1 bzw. +2 im Sommer).

Die nördliche Breite von 51,09 ° bewirkt zudem ausgeprägte saisonale Schwankungen der Tageslänge: Mitte Juni dauert der helle Tag fast 17 Stunden, Mitte Dezember kaum acht. Deshalb rücken Fadschr und Ischa im Sommer weit auseinander, während sie sich im Winter deutlich nähern. Diese astronomischen Fakten erklären, warum das tägliche Gebetsraster nie statisch sein kann.

Astronomische Dämmerung: Wie der Fadschr berechnet wird

Der Beginn des Fadschr ist an das Einsetzen der astronomischen Morgendämmerung geknüpft. International haben sich dafür unterschiedliche Sonnendepressionswinkel etabliert – häufig 18°, 17° oder 15° unter dem Horizont. Sinkt die Sonne so tief, wird der Himmel im Osten schwach beleuchtet und die Nacht gilt islamrechtlich als beendet. Die gebräuchlichste Methode in Deutschland (MWL) nutzt 18° für Fadschr und Ischa. Einige Gemeinden verwenden 17° oder lokale Anpassungen, was zu Differenzen von fünf bis zwölf Minuten führen kann.

An langen Sommerabenden oberhalb des 48. Breitengrads – Grevenbroich liegt deutlich darüber – kann die Sonne kaum tief genug sinken, um eine vollwertige dunkle Phase zu erzeugen. Der Fadschr wird deshalb rechnerisch ermittelt, auch wenn das Auge keine völlige Dunkelheit wahrnimmt. Umgekehrt verlängert sich im Winter die astronomische Nacht, was einen klar definierten und eher späten Fadschr bewirkt.

Zwischen dem ersten Morgengrauen (Fadschr) und dem Sonnenaufgang – hier dynamisch dargestellt als – bleibt ein Puffer von rund 90 Minuten im Sommer und etwa 70 Minuten im Winter. Dieser Zeitraum deckt das Fadschr-Gebet ab und endet, sobald die Sonnenscheibe den Horizont berührt.

Gebetszeiten im Arbeitsalltag: Tipps für kurze Wintertage

Viele Berufstätige in Deutschland stehen vor der Herausforderung, Zuhr und Asr während eines dicht gepackten Arbeitstags einzuhalten, besonders wenn beide Gebete im Dezember zwischen 12:20 und 15 Uhr liegen. Folgende Strategien haben sich bewährt:

  • Pausenfenster optimal nutzen: Die gesetzliche Mittagspause bietet sich für Zuhr an. Wer Gleitzeit hat, kann zehn Minuten früher bzw. später starten, um genügend Ruhe für das Gebet zu haben.
  • Erster Asr nach der Hanafi- oder Shafi‘i-Meinung: Im Winter trennen oftmals nur 60–70 Minuten die beiden Berechnungsvarianten. Wer dem Schafi‘i-Mazhab folgt, kann Asr etwas früher beten; Hanafis warten, bis die eigene Schattenlänge das Doppelte erreicht. Entscheidend ist, eine Variante konsequent beizubehalten.
  • Gebetsplatz vorbereiten: Ein fester, sauberer Raum im Büro oder an der Uni spart Suchzeit. Auch ein aufrollbarer Gebetsteppich im Schreibtisch hilft, sofort beginnen zu können.
  • Digitale Erinnerungen setzen: Kalenderhinweise fünf Minuten vor Gebetsbeginn geben Sicherheit, ohne dass man ständig die Uhr im Blick haben muss.
  • Winterabende sinnvoll gestalten: Da Maghrib schon gegen 16:30 Uhr eintritt, lässt sich das Ischa oft vor 19 Uhr verrichten. Anschließend bleibt der Abend frei für Familie, Studium oder Erholung.

Wer seine Tagesplanung an den natürlichen Sonnenlauf anpasst, erlebt die Gebete nicht als Unterbrechung, sondern als strukturierenden Rhythmus.

Häufig gestellte Fragen

Welche Berechnungsmethode ist in Deutschland am verbreitetsten?

Die meisten deutschen Moscheegemeinden orientieren sich an der Methode der Muslim World League (MWL) mit einem Sonnenwinkel von 18° für Fadschr und Ischa. Einige Zentren nutzen das Türkische Präsidium für Religionsangelegenheiten (Diyanet) oder eigene lokale Anpassungen, doch MWL bleibt die häufigste Grundlage.

Was bedeutet der Hanafi- und Shafi-i-Unterschied beim Asr-Gebet?

Beim Shafi‘i-, Maliki- und Hanbali-Mazhab beginnt Asr, sobald der eigene Schatten die ursprüngliche Objektlänge erreicht. Der Hanafi-Mazhab wartet, bis der Schatten doppelt so lang ist. In Grevenbroich kann das Asr-Hanafi deshalb 40–75 Minuten später liegen als Asr-Shafi‘i, je nach Jahreszeit.

Was passiert, wenn die Sonne im Sommer nicht vollständig untergeht?

In nördlichen Breiten wie bei 51 ° N wird es im Juni astronomisch kaum völlig dunkel. Die islamische Rechtsprechung erlaubt dann eine rechnerische Festlegung von Fadschr und Ischa anhand von Winkeln (z. B. 18°). So bleiben die Gebetszeiten eindeutig, auch wenn keine sichtbare Dämmerungsgrenze erkennbar ist.

Warum weichen die Gebetszeiten auf verschiedenen Websites ab?

Unterschiede entstehen vor allem durch abweichende Berechnungsmethoden (MWL, Diyanet, Umm al-Qura), verschiedene Höhenkorrekturen, Rundungen auf volle Minuten und unterschiedliche Werte für die Sonnenposition bei Fadschr/Ischa. Zudem nutzen manche Dienste Ortszentren, andere Referenzpunkte wie Flughäfen, was bei Flächenstädten zu weiteren Minutenabweichungen führt.

Grevenbroich Qibla Richtung