Gebetszeiten in Lahr/Schwarzwald

Namaz

Nächstes Gebet: Fajr in

Fajr Morgengebet
Shuruk Sonnenaufgang
Dhuhr Mittagsgebet
Asr Nachmittagsgebet
Maghrib Abendgebet
Isha Nachtgebet
Informationen
Heute
, Montag, 21 September 2026
Hijri
9 Rabiʿ ath-thani 1448
Ort
Lahr/Schwarzwald, Baden-Württemberg, Deutschland
Zeitzone
Europe/Berlin
Breitengrad
48.34042000
Längengrad
7.86886000
Einstellungen

Monatliche Gebetszeiten Lahr/Schwarzwaldseptember 2026

Datum Fajr Shuruk Dhuhr Asr Maghrib Isha

Die Beginn- und Endpunkte der fünf täglichen Gebete richten sich nach eindeutig definierten Sonnenständen. Für Lahr/Schwarzwald werden sie aus drei Grunddaten abgeleitet: dem aktuellen Kalenderdatum, den geografischen Koordinaten (48,34° nördliche Breite, 7,87° östliche Länge) und der Zeitzone Europe/Berlin. Ein Algorithmus kombiniert diese Faktoren mit etablierten astronomischen Winkeln – zum Beispiel –18° für Fadschr oder +4° für Ischa – um die Sekunden exakt auszurechnen. Dasselbe Prinzip gilt weltweit, unterscheidet sich jedoch in den konkreten Parametern, die jede anerkannte Berechnungsmethode (z. B. Muslim World League, DITIB, UOIF) vorgibt. So entstehen geringe Abweichungen zwischen Kalendern, ohne die Gültigkeit des Gebets zu berühren.

Die nördliche Breite von fast 48,5 ° bringt deutliche jahreszeitliche Schwankungen: Im Juni ist die Dämmerung lang, das führt zu einem sehr frühen Fadschr und einem späten Ischa. Im Dezember sind die Dämmerungsphasen kurz; Maghrib und Ischa rücken eng zusammen und der Tag zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ist knapp bemessen. Diese natürlichen Verschiebungen erklären, warum sich das Gebetsfenster täglich um wenige Minuten ändert, obwohl die Ortskoordinaten konstant bleiben.

1. Asr-Zeit nach schafiitischem und hanafitischem Verständnis

Der Beginn des Nachmittagsgebets (Asr) wird durch die Länge des eigenen Schattens bestimmt. Hier liegt der Hauptunterschied zwischen den Rechtsschulen:

  • Schafiitische, malikitische und hanbalitische Meinung: Asr beginnt, sobald der Schatten eines Objekts genau die eigene Länge erreicht hat (plus den Mittags-Grundschatten).
  • Hanafitische Meinung: Asr beginnt erst, wenn der Schatten doppelt so lang ist wie das Objekt (plus Grundschatten).

In Lahr/Schwarzwald verschiebt sich die hanafitische Asr-Zeit dadurch je nach Jahreszeit um etwa 35–60 Minuten nach hinten. Beide Berechnungen sind durch authentische Hadithe belegt, sodass Muslime der jeweiligen Rechtsschule ihre Gebete gültig verrichten. Viele Kalender – auch dieser – geben daher beide Zeiten an oder markieren den späteren Beginn als „Asr (Hanafi)“. Wer sich nicht ausdrücklich an den hanafitischen Fiqh gebunden fühlt, kann sich am früheren Zeitpunkt orientieren.

2. Warum sich im Winter das Zeitfenster zwischen Maghrib und Ischa verkürzt

Maghrib beginnt unmittelbar mit dem Sonnenuntergang; seine Dauer reicht bis zum vollständigen Verschwinden der roten Abenddämmerung (schafaq ahmar). Der Moment, an dem diese rötliche Färbung erlischt, markiert gleichzeitig den Beginn von Ischa. Auf einer Breite von 48 ° steht die Sonne im Winter steiler zur Horizontlinie, deshalb durchquert sie die für die Dämmerung relevanten Winkel schneller. Resultat: Zwischen Maghrib und Ischa liegen an kurzen Dezembertagen oft kaum 60 Minuten.

Praktisch bedeutet das: Wer das Fasten mit Maghrib bricht, hat in der kalten Jahreszeit nur ein begrenztes Zeitfenster für Versammlung, Mahl und Abendgebet. Ein strukturierter Ablauf – zuerst ein leichtes Iftar, dann rasch das Maghrib-Gebet und nach Ischa ein ausgiebigeres Essen – hilft, beide Gebete innerhalb ihres jeweiligen Rahmens zu verrichten.

3. Schuruk verstehen: Fadschr beenden, bevor die Sonne erscheint

Fadschr beginnt mit dem ersten Aufhellen des Osthorizonts (astronomische Morgendämmerung) und endet exakt beim Sonnenaufgang. Diesen Zeitpunkt nennen viele Kalender „Schuruk“ (arab. Schuruq). Nach dem Prophetenwort darf das Gebet des Fadschr nicht über den Sonnenaufgang hinausgeschoben werden. Wer also erst kurz vor Schuruk betet, befindet sich noch in der gültigen Zeit – überschreitet er Schuruk, muss er das Gebet als qada’ nachholen.

Die Uhrzeit für variiert im Jahreslauf in Lahr/Schwarzwald um über zwei Stunden: Im Juni steigt die Sonne bereits gegen 05:20 Uhr, im Dezember erst nach 08:10 Uhr. Das macht die Einhaltung des Fadschr im Sommer anspruchsvoller. Eine bewährte Praxis ist, den Wecker so zu stellen, dass noch etwas Puffer zum Schuruk besteht – selbst wenn es nur wenige Minuten sind, bleiben Ruhe und Khuschu’ im Gebet gewahrt.

Häufig gestellte Fragen

Warum ändert sich die Gebetszeit jeden Tag um einige Minuten?

Die Sonne wandert täglich etwas früher oder später über denselben Breitengrad. Dadurch verschieben sich Auf- und Untergang sowie die Dämmerungswinkel minimal. Da alle fünf Gebete an diese Sonnenstände geknüpft sind, rücken auch ihre Zeiten täglich um wenige Minuten vor oder zurück.

Welche Berechnungsmethode ist in Deutschland am verbreitetsten?

Viele Kalender und Apps stützen sich auf die Parameter der Muslim World League (MWL) oder auf die von DITIB verwendeten Werte, weil sie für mitteleuropäische Breitengrade praxiserprobt sind. Beide Methoden liefern für Deutschland sehr ähnliche Ergebnisse.

Warum weichen die Gebetszeiten auf verschiedenen Websites ab?

Unterschiedliche Plattformen wählen verschiedene astronomische Winkel, Runden auf volle Minuten, nutzen andere Höhenangaben oder berücksichtigen Hanafi- und Schafi-Asr getrennt. Schon eine Abweichung von 0,5° beim Dämmerungswinkel kann die Uhrzeit um mehrere Minuten verschieben.

Wann genau endet die Zeit für das Fajr-Gebet?

Die Fadschr-Zeit endet in dem Moment, in dem die Sonnenscheibe den Horizont berührt – dem sogenannten Schuruk. Danach ist nur noch Nachholen (qada’) möglich, nicht mehr das Gebet in seiner vorgeschriebenen Zeit.

Lahr/Schwarzwald Qibla Richtung