Gebetszeiten in Löbau

Namaz

Nächstes Gebet: Maghrib in

Fajr Morgengebet
Shuruk Sonnenaufgang
Dhuhr Mittagsgebet
Asr Nachmittagsgebet
Maghrib Abendgebet
Isha Nachtgebet
Informationen
Heute
, Samstag, 09 Mai 2026
Hijri
22 Dhu l-qaʿda 1447
Ort
Löbau, Sachsen, Deutschland
Zeitzone
Europe/Berlin
Breitengrad
51.09954000
Längengrad
14.66738000
Einstellungen

Monatliche Gebetszeiten Löbaumai 2026

Datum Fajr Shuruk Dhuhr Asr Maghrib Isha

Fadschr zwischen Morgendämmerung und Schuruq

Der erste Pflichtgebet des Tages beginnt, sobald am Horizont der subh sâdiq erscheint – die wahre Morgendämmerung. Diese Phase erkennen Astronomen, wenn die Sonne etwa 18 ° unter dem Horizont steht. Ab diesem Moment darf das Fadschr-Gebet verrichtet werden. Es endet mit dem Schuruq, also dem Sonnenaufgang. Wer also sicher sein möchte, das Gebet in seiner vorgeschriebenen Zeit zu vollziehen, sollte es deutlich vor dem Moment des Aufgangs abschließen. Für Löbau gilt: der Sonnenaufgang liegt heute bei ; danach beginnt unmittelbar die Zeit des Karaha, in der freiwillige Gebete bis zum vollständigen Aufstieg der Sonnenscheibe vermieden werden.

Die klare Trennung zwischen Fadschr und Schuruq verhindert, dass sich die im Qur’an gebotene Abfolge der Tagesgebete verschiebt. Gleichzeitig markiert sie den Start des islamischen Tagesablaufs und – in Fastenzeiten – das Ende des Essens. Durch die geografische Breite von 51,1 ° erlebt Löbau im Sommer sehr frühe Fadschr-Zeiten und im Winter vergleichsweise späte. Die Länge der Morgendämmerung variiert also erheblich, bleibt jedoch stets der maßgebliche Indikator für den Beginn des Tagesgebets.

Zwei Ansätze für die Berechnung der Asr-Zeit

Für die Asr-Zeit gibt es im Fiqh zwei anerkannte Schatten-Definitionen:

  • Schafiʿitische, malikitische und hanbalitische Schule: Asr beginnt, wenn der Schatten eines Gegenstandes seine eigene Länge erreicht (länge +0).
  • Hanafîtische Schule: Asr beginnt, wenn der Schatten doppelt so lang ist wie der Gegenstand selbst (länge +2).

In der Praxis bedeutet dies für eine Stadt auf 51 ° nördlicher Breite, dass sich die beiden Zeitpunkte je nach Jahreszeit um 30 – 90 Minuten unterscheiden können. Der Unterschied ist im Sommer am größten, da die Sonne einen flacheren Winkel beschreibt und die Schatten langsamer wachsen. In den Wintermonaten rücken die beiden Methoden enger zusammen. Beide Ansätze sind auf Basis authentischer Hadithe legitim; entscheidend ist, welcher Schulmeinung man persönlich oder innerhalb der Gemeinde folgt. Viele deutsche Gebetskalender weisen deshalb beide Zeiten aus, damit jede*r Betende entsprechend seiner Rechtsschule planen kann.

Welche Zeit soll man in Löbau wählen?

Wer nach der hanafitischen Rechtsschule betet, wartet, bis der doppelte Schatten erreicht ist. Alle anderen können Asr bereits mit der ersten Schattenlänge verrichten. Wichtig ist, sich konsequent an eine Methode zu halten, um keine Gebete versehentlich zu versäumen.

Astronomische Parameter hinter den Gebetszeiten

Jede Gebetszeit wird durch einen festen Sonnenstand bestimmt:

  1. Fadschr: astronomische Morgendämmerung (-18 ° bis ‑15 °, je nach Methode).
  2. Schuruq: erster sichtbarer Sonnenrand über dem Horizont.
  3. Zuhr: Sonnenzenit, sobald sich der Schatten minimal nach Osten verschiebt (Zawal).
  4. Asr: Verhältnis der Schattenlänge, s. oben.
  5. Maghrib: Sonnenuntergang, sobald die Scheibe vollständig untergegangen ist.
  6. Ischa: Ende der astronomischen Abenddämmerung (Sonne bei ‑18 ° oder ‑17 °).

Unterschiede zwischen Kalendern entstehen, weil Institutionen verschiedene Sonnenwinkel (z. B. 18 °, 17 ° oder 15 °) und Sicherheitsabstände verwenden. Für Deutschland ist der Winkel von 18 ° für Fadschr und Ischa weit verbreitet; einige Gemeinden nehmen 15 °, um die sehr späten Sommerzeiten von Ischa zu verkürzen. Ab einer Breite von 48 ° kann im Hochsommer die astronomische Dämmerung gar nicht mehr vollständig dunkel werden. Löbau liegt mit 51 ° noch höher – hier verschwindet die Abenddämmerung im Juni fast nicht. Klassische Tabellen verlängern Ischa dann rechnerisch, z. B. auf eine feste Spanne wie 90 Minuten nach Maghrib oder auf die Zeit, wenn die Sonne 17 ° statt 18 ° unter dem Horizont steht. Beide Ansätze sind islamisch vertretbar, solange sie transparent angewendet werden.

Zuhr, Asr und Maghrib sind vom Dämmerungs-Problem nicht betroffen, weil die Sonne bei diesen Zeitpunkten höher steht bzw. vollständig untergeht. Entsprechend bleibt ihr Abstand auch in den langen Sommertagen verlässlich messbar.

Für den Alltag bedeutet das: Prüfen Sie stets, welche Berechnungsmethode ein Kalender verwendet, und bleiben Sie dieser Linie treu. Auf diese Weise bleibt das eigene Gebetsleben geordnet, ohne täglich neu zwischen verschiedenen Tabellen vergleichen zu müssen.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet der Hanafi- und Shafi-i-Unterschied beim Asr-Gebet?

Der Unterschied bezieht sich auf die Schattenlänge, bei der Asr beginnt. Nach der shafiʿitischen, malikitischen und hanbalitischen Schule reicht ein Schatten, der so lang ist wie das Objekt selbst. Die hanafitische Schule wartet, bis der Schatten doppelt so lang ist. Das führt zu einer späteren Asr-Zeit, besonders im Sommer.

Wann genau endet die Zeit für das Fajr-Gebet?

Die Fajr-Zeit endet mit dem Sonnenaufgang (Schuruq). Sobald der obere Rand der Sonne erscheint, gilt das Fadschr-Gebet als verpasst und darf nur noch als Nachholen (Qadaʾ) gebetet werden.

Welche Berechnungsmethode ist in Deutschland am verbreitetsten?

Am häufigsten werden die Winkel der Muslim World League (18 ° für Fadschr und Ischa) und die Berechnungen der türkischen Religionsbehörde Diyanet verwendet. Viele Moscheevereine orientieren sich an einem dieser beiden Standards.

Wie wird das Ishaa-Gebet im Sommer in dieser Region berechnet?

Bei 51 ° nördlicher Breite verschwindet die Abenddämmerung im Juni kaum vollständig. Kalender greifen deshalb zu Ersatzregeln: entweder ein fester Abstand (z. B. 90 Minuten nach Maghrib) oder ein flacherer Sonnenwinkel von 17 ° bzw. 15 °. Beide Varianten sind zulässig, solange sie konsequent befolgt werden.

Löbau Qibla Richtung