Gebetszeiten in Lüdenscheid

Namaz

Nächstes Gebet: Isha in

Fajr Morgengebet
Shuruk Sonnenaufgang
Dhuhr Mittagsgebet
Asr Nachmittagsgebet
Maghrib Abendgebet
Isha Nachtgebet
Informationen
Heute
, Dienstag, 26 Mai 2026
Hijri
9 Dhu l-hiddscha 1447
Ort
Lüdenscheid, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Zeitzone
Europe/Berlin
Breitengrad
51.21977000
Längengrad
7.62730000
Einstellungen

Monatliche Gebetszeiten Lüdenscheidmai 2026

Datum Fajr Shuruk Dhuhr Asr Maghrib Isha

Breitengrad 51 ° N – warum die Sommernächte in Lüdenscheid so kurz sind

Lüdenscheid liegt auf 51,22 ° nördlicher Breite. Diese geografische Lage führt dazu, dass die Sonne im Juni nur flach unter den Horizont sinkt. Die sogenannte nautische und astronomische Dämmerung kann bis tief in die Nacht andauern, sodass der Himmel kaum völlig dunkel wird. Für das Ischa-Gebet bedeutet das: Je kürzer die Nacht, desto später beginnt die Zeit, weil sie erst nach dem Ende der astronomischen Abenddämmerung (ʿIschāʾ-Schafaq) einsetzt. Im Hochsommer kann Ischa deshalb erst kurz vor Mitternacht liegen, während dieselbe Gebetszeit im Dezember bereits am späten Nachmittag erreicht wird. Umgekehrt verschiebt sich Fadschr in den hellen Monaten deutlich nach vorn, weil der erste Lichtschimmer früher erscheint. Diese jahreszeitlichen Schwankungen erklären, warum die Tabelle der Gebetszeiten täglich neue Werte zeigt und warum die Differenz zwischen Fadschr und Ischa je nach Saison von unter zehn bis über 18 Stunden reichen kann.

Wer sich fragt, ob er an extrem hellen Nächten eventuell gar kein Ischa mehr beten muss, findet in den klassischen Fiqh-Quellen klaren Hinweis: Solange der rote Dämmerungsstreifen vollständig verschwindet, bleibt das Gebot bestehen. Erst oberhalb von rund 48 °–49 ° Breite können die Abenddämmerungen sich dauerhaft überlappen („weiße Nächte“). Lüdenscheid liegt zwar nördlich, aber noch unter dieser kritischen Grenze, sodass die Ischa-Zeit ganzjährig eindeutig feststellbar bleibt – wenn auch zu ungewöhnlich späten Uhrzeiten.

Zwei Berechnungsmethoden für Asr – ein Schatten oder zwei?

Das Asr-Gebet beginnt, sobald der eigene Schatten (gemessen ab der Mittagskürze) entweder ein— oder zwei-mal so lang ist wie die tatsächliche Körperhöhe. Die Mehrzahl der Rechts­schulen – Schāfiʿī, Mālikī und Hanbalī – verwenden das Verhältnis 1 : 1. Die ḥanafītische Schule legt hingegen das doppelte Verhältnis zugrunde. Dadurch kann zwischen beiden Methoden eine Differenz von 40 bis 90 Minuten entstehen, besonders spürbar an langen Sommernachmittagen.

In der Praxis geben viele Kalender beide Werte an oder benennen zumindest die zugrunde liegende Methode. Wer dem ḥanafītischen Madhhab folgt, wartet, bis der Schatten die doppelte Länge erreicht hat; wer einer der anderen Schulen folgt, kann Asr schon bei einfacher Länge verrichten. Wichtig ist, nicht beide Varianten zu vermischen: Hat man sich für einen Ansatz entschieden, hält man ihn innerhalb eines Tages konsequent ein.

Astronomische Dämmerung – so entsteht die Zeit für Fadschr

Der Beginn von Fadschr ist an das erste zarte Morgengrauen gebunden, das in der Fachsprache Fadschr Ṣādiq heißt. Astronomisch entspricht das dem Punkt, an dem die Sonne 18 Grad unter dem Horizont steht. Manche Institute arbeiten mit 17 °, 15 ° oder 12 °, um regionale Lichtverhältnisse zu berücksichtigen oder lange Nächte zu verkürzen. Je kleiner der Dämmerungs­winkel, desto später fällt der rechnerische Fadschr aus – daher können sich die Angaben in verschiedenen Gebetskalendern unterscheiden.

Damit keine Verwirrung zwischen Fadschr und dem unmittelbar folgenden Sonnenaufgang entsteht, hilft eine einfache Faustregel: Zwischen beiden Ereignissen liegt immer eine Pufferzeit. Wer zur Sicherheit ein paar Minuten Reserve lässt, vermeidet Überschneidungen. Beispielhaft: Wenn der Sonnenaufgang heute um ist, endet die erlaubte Zeit für Fadschr einige Minuten davor; das Gebet muss also vor dem Austritt dieser Zeit abgeschlossen sein.

Alle angegebenen Zeiten basieren auf den Koordinaten von Lüdenscheid, dem offiziellen Zeitzonen-Offset (CET/CEST) und dem gewählten Rechenparameter für die astronomische Dämmerung. Durch jede Änderung – etwa eine andere Methode, einen anderen Dämmerungs­winkel oder abweichende Höhen­angaben – verschiebt sich der gesamte Zeitplan. Deshalb lohnt es sich, bei abweichenden Angaben zuerst nachzusehen, welcher Berechnungs­standard verwendet wurde, bevor man eine Tabelle für falsch hält.

Häufig gestellte Fragen

Was passiert, wenn die Sonne im Sommer nicht vollständig untergeht?

In Lüdenscheid sinkt die Sonne zwar sehr flach, verschwindet aber dennoch jeden Tag vollständig unter dem Horizont. Die Abend- und Morgendämmerungen können sich jedoch fast berühren. Sollte die Dunkelheit – etwa weiter im Norden – gar nicht mehr eintreten, greifen Erleichterungen wie das Zusammenlegen von Maghrib und Ischa oder die Orientierung an fixen Zeitabständen. Diese Situation betrifft Lüdenscheid jedoch nicht.

Kann ich mich auf die Minute genau auf diese Zeiten verlassen?

Die Zeiten werden mit hoher Präzision berechnet, doch atmosphärische Effekte, Geländehöhe und Rechenmethode können einzelne Minuten Unterschied verursachen. Wer absolut sicher gehen möchte, lässt zwei bis drei Minuten Sicherheitsabstand vor Ende einer Gebetszeit.

Wann genau endet die Zeit für das Fajr-Gebet?

Fadschr endet kurz vor dem Sonnenaufgang. Praktisch sollte die letzte Rakʿa abgeschlossen sein, bevor die obere Kante der Sonne erscheint. Ein paar Minuten Reserve sind empfehlenswert, um kein Risiko einzugehen.

Wie wird das Ishaa-Gebet im Sommer in dieser Region berechnet?

Die Standardmethode wartet das Ende der astronomischen Abenddämmerung ab, also den Moment, in dem der Sonnenmittelpunkt 18 Grad unter dem Horizont steht. Obwohl der Himmel im Sommer noch lange dämmert, ist dieser Punkt in Lüdenscheid immer erreichbar, sodass Ischa in der Regel 90–120 Minuten nach Sonnenuntergang beginnt.

Lüdenscheid Qibla Richtung