Gebetszeiten in Oldenburg

Namaz

Nächstes Gebet: Dhuhr in

Fajr Morgengebet
Shuruk Sonnenaufgang
Dhuhr Mittagsgebet
Asr Nachmittagsgebet
Maghrib Abendgebet
Isha Nachtgebet
Informationen
Heute
, Sonntag, 07 Juni 2026
Hijri
21 Dhu l-hiddscha 1447
Ort
Oldenburg, Niedersachsen, Deutschland
Zeitzone
Europe/Berlin
Breitengrad
53.14118000
Längengrad
8.21467000
Einstellungen

Monatliche Gebetszeiten Oldenburgjuni 2026

Datum Fajr Shuruk Dhuhr Asr Maghrib Isha

Schuruq: Warum der Fadschr vor Sonnenaufgang beendet sein muss

Der Fadschr beginnt, sobald der erste schwache Lichtstreif am östlichen Horizont erscheint (sog. astronomische Morgendämmerung). Dieses Zeitfenster endet mit dem Schuruq, also dem Moment, in dem die obere Sonnenscheibe den Horizont berührt. Nach diesem Zeitpunkt ist das Beten des Fadschr nicht mehr gültig. In Oldenburg fällt der Schuruq heute auf ; ein sicherer Puffer von etwa 15 Minuten () wird von vielen Gelehrten empfohlen, damit die Rezitation in Ruhe abgeschlossen werden kann.

Der Unterschied zwischen Fadschr und Schuruq ist also nicht bloß eine Verschiebung innerhalb des Morgens, sondern markiert zwei klar getrennte Phasen: die Phase der Erlaubnis zum Beten (waqt al-ibâda) und die Phase, in der der Tag offiziell beginnt. Wer den Fadschr rechtzeitig verrichtet, schützt sich vor der Gefahr, eine der fünf Säulen der täglichen Anbetung zu verpassen.

Astronomische Dämmerung und die Berechnung des Fadschr in Oldenburg

Für die Berechnung des Fadschr wird der Winkel der Sonne unter dem Horizont herangezogen. Die international am häufigsten genutzte Methode nimmt dafür –18° an; einige Institutionen verwenden –15° oder –16°. Der Zeitpunkt, an dem diese Grenze erreicht wird, variiert täglich, weil:

  • die Erde sich um die Sonne bewegt (Jahreszeit),
  • der Planet sich zusätzlich um die eigene Achse dreht (Tageslänge),
  • Ort, Breite und Höhe über dem Meeresspiegel verschieden sind.

Oldenburg liegt auf 53,14° N. Je weiter nördlich ein Ort liegt, desto länger sind die Tage im Sommer und desto kürzer im Winter. Das führt dazu, dass Fadschr im Juni bereits weit vor 3 Uhr einsetzen kann, während er im Dezember erst gegen 6 Uhr beginnt. Gleichzeitig verschiebt sich das Ischa: In hellen Sommernächten kann die astronomische Abenddämmerung (–18°) so spät eintreten, dass einige Tabellen ersatzweise auf –17° absenken oder mit festen Uhrzeiten arbeiten. Unterschiede zwischen Gebetskalendern entstehen also vor allem durch:

  • die Wahl des Sonnenwinkels (–14° bis –18°),
  • Rundungen bei Zeitzonen bzw. Sommerzeitregelung,
  • ob der Höhenunterschied zum Meeresspiegel einkalkuliert wird.

Wer wissen möchte, welche Methode einem Kalender zugrunde liegt, findet diese Information meist in einer Fußnote. Wichtig ist, dass man innerhalb einer Gemeinde möglichst einheitlich vorgeht, um Irritationen zu vermeiden.

Auswirkung der hohen Breite von 53° N

Auf der Oldenburger Breite verschmelzen in den hellsten Wochen des Jahres nautische und astronomische Dämmerung. Der Himmel wird also nie vollkommen dunkel. Manche Rechtsgelehrte erlauben deshalb für Norddeutschland die Berechnung der Ischa-Zeit über die «Mitternachtsmethode» oder den Bruchteil von 1/7 der Nachtlänge. In der Praxis bedeutet das, dass der Ischa hier im Sommer oft früher angezeigt wird als in einem streng astronomischen Kalender – eine weitere Quelle kleiner, aber erklärbarer Abweichungen.

Längengrad und lokale Unterschiede beim Sonnenuntergang

Neben der Breite spielt auch die geographische Länge eine Rolle. Oldenburg liegt auf 8,21° Ost. Pro Längengrad verschiebt sich der wahre Sonnenuntergang um rund vier Minuten. Verglichen mit Bremen (8,80° Ost) tritt der Maghrib daher in Oldenburg rund zwei bis drei Minuten später ein, während er in Amsterdam (4,90° Ost) gut 13 Minuten früher ist. Diese scheinbar geringen Abstände erklären, warum zwei Kalender, die dieselbe Berechnungsformel verwenden, dennoch leicht unterschiedliche Zeiten ausweisen – sie basieren eben auf den präzisen Koordinaten des jeweiligen Standorts.

Auch atmosphärische Faktoren – zum Beispiel Luftdruck und Temperatur – können den beobachteten Sonnenuntergang minimal verschieben. Bei der Erstellung von Gebetszeiten wird jedoch mit standardisierten Werten gerechnet, da stündlich angepasste Wetterdaten kaum praxistauglich wären. Für den Alltag genügt daher die astronomische Berechnung; wer ganz sicher gehen möchte, wartet zum Maghrib ein bis zwei Minuten, bis das Sonnenlicht wirklich verschwunden ist.

Häufig gestellte Fragen

Welche Berechnungsmethode ist in Deutschland am verbreitetsten?

Die meisten Gemeinden orientieren sich an der Methode der Muslim World League (MWL) mit –18° für Fadschr und Ischa. Sie wird von vielen deutschsprachigen Verbänden empfohlen und passt relativ gut zu den hier herrschenden Lichtverhältnissen.

Wie wird das Ishaa-Gebet im Sommer in dieser Region berechnet?

Wenn die astronomische Dämmerung wegen der hellen Nächte nicht erreicht wird, nutzen viele Kalender die «Mitternachtsmethode» (½ der Nacht ab Maghrib) oder einen festen Sonnenwinkel von –15°/–17°. Beide Ansätze verkürzen die Wartezeit und gelten laut zahlreichen Fatwas als zulässig für hohe Breiten.

Warum ändert sich die Gebetszeit jeden Tag um einige Minuten?

Weil sich der Sonnenstand täglich geringfügig ändert. Die Erdumlaufbahn ist elliptisch, und die Achse der Erde steht schräg. Daraus resultieren kontinuierliche Verschiebungen von Sonnenauf- und ‑untergang, die sich direkt auf alle fünf Gebetszeiten auswirken.

Wann genau endet die Zeit für das Fajr-Gebet?

Sie endet mit dem Schuruq, also dem ersten sichtbaren Sonnenaufgang. Als praktische Sicherheitsmarge empfiehlt es sich, das Gebet etwa 10–15 Minuten vorher zu beenden.

Oldenburg Qibla Richtung