Gebetszeiten in Soest

Namaz

Nächstes Gebet: Asr in

Fajr Morgengebet
Shuruk Sonnenaufgang
Dhuhr Mittagsgebet
Asr Nachmittagsgebet
Maghrib Abendgebet
Isha Nachtgebet
Informationen
Heute
, Samstag, 13 Juni 2026
Hijri
27 Dhu l-hiddscha 1447
Ort
Soest, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Zeitzone
Europe/Berlin
Breitengrad
51.57558000
Längengrad
8.10619000
Einstellungen

Monatliche Gebetszeiten Soestjuni 2026

Datum Fajr Shuruk Dhuhr Asr Maghrib Isha

Asr-Zeit nach Hanafi und Schafi-i in Soest

Die fünf täglichen Gebete sind an klar definierte Sonnenstände gebunden. Beim Nachmittagsgebet (Asr) gibt es jedoch zwei anerkannte Methoden, die in Soest – wie überall in Europa – parallel verwendet werden. Im hanafitischen Fiqh beginnt Asr, sobald der Schatten eines Objekts doppelt so lang ist wie seine tatsächliche Höhe, zuzüglich des ursprünglichen Mittagschattens. Nach schafi-itischer, malikitischer und hanbalitischer Auffassung genügt bereits ein Schatten in einfacher Länge. Da die Sonne sich über dem 51. Breitengrad relativ flach bewegt, kann die Differenz zwischen beiden Berechnungen in Soest je nach Jahreszeit 40 bis 60 Minuten betragen. Beide Zeiten sind schariatrechtlich gültig; entscheidend ist, dass man konsequent einer Methode folgt und nicht täglich wechselt.

Praktisch bedeutet das: Wer dem hanafitischen Mazhab folgt, hat nach Zuhr mehr Zeit bis zum Asr-Gebet, dafür rückt Maghrib näher an das Ende seiner bevorzugten Zeitspanne. Wer der schafi-itischen Berechnung folgt, verrichtet Asr früher und darf Maghrib etwas entspannter vorbereiten. Für Jamaʿat-Gebete vor Ort oder unterwegs empfiehlt es sich, vorab zu klären, welche Methode angewendet wird, um gemeinsam zu beten.

Fadschr und die astronomische Morgendämmerung

Der Beginn von Fadschr ist an das erste, horizontale Lichtband (subh ṣādiq) gebunden, das entsteht, wenn die Sonne sich noch unterhalb des Horizonts befindet. ASTRONOMISCH entspricht dies meist einem Sonnenstand von –18 ° bis –16 °. Viele Zeit­tabellen in Deutschland nutzen den weltweit verbreiteten Wert –18 °; einige Institute arbeiten mit –17 ° oder –15 °, um lokale Sichtbeobachtungen besser abzubilden. Kleine Abweichungen von wenigen Minuten sind dadurch unvermeidlich.

Die Breitengradlage von Soest (51,58 ° N) führt zu deutlichen saisonalen Unterschieden: Im Juni und Juli liegt Fadschr bereits kurz nach 3 Uhr, weil die Sonne nur flach unter den Horizont taucht. Im Dezember verschiebt sich der Zeitpunkt auf rund 6 bis 7 Uhr. Je weiter vom Äquator entfernt, desto längere Dämmerungsphasen entstehen – das erklärt, warum deutsche Gebetspläne nicht einfach von Ländern mit niedrigeren Breiten übernommen werden können. Verwendet ein Kalender einen anderen Dämmerungswinkel als der hier angezeigte, weicht die Fadschr-Zeit automatisch ab – das ist kein Fehler, sondern eine methodische Entscheidung.

Warum der Abstand zwischen Maghrib und Ischa im Winter schrumpft

Maghrib beginnt unmittelbar nach Sonnenuntergang; Ischa greift, sobald die astronomische Abenddämmerung (Sonnen­stand ca. –18 °) endet. In Soest beträgt der Abstand zwischen diesen beiden Momenten im Hochsommer etwa 90 bis 100 Minuten. Im Dezember verkürzt er sich drastisch auf gut 60 Minuten. Hauptgrund ist die schnellere Wanderung der Sonne unter den Horizont, wenn sie in einem steileren Winkel abtaucht. Gleichzeitig erreicht sie in hohen Breiten die –18 °-Marke zügiger als in den Monaten, in denen sie flacher untergeht.

Diese Verkürzung hat praktische Folgen: Der Zeitraum für das Abendessen, die Rückkehr von der Arbeit oder den Weg zur Moschee ist im Winter knapper. Wer beide Gebete getrennt verrichtet, achtet daher darauf, Maghrib möglichst zeitnah nach Sonnenuntergang zu beten, um Ischa nicht hinauszuzögern. Auch hier erklären unterschiedliche Dämmerungs­winkel oder ein Abrunden auf 5-Minuten-Schritte, warum Zeitpläne verschiedener Anbieter in der dunklen Jahreszeit stärker voneinander abweichen als im Sommer.

Häufig gestellte Fragen

Warum ändert sich die Gebetszeit jeden Tag um einige Minuten?

Die Erde bewegt sich täglich auf ihrer Umlaufbahn, wodurch sich die scheinbare Position der Sonne ändert. Schon wenige Bogenminuten Unterschied reichen aus, um die Zeitpunkte für Fadschr, Zuhr, Asr, Maghrib und Ischa nach vorne oder hinten zu verschieben. Je weiter ein Ort vom Äquator entfernt ist, desto ausgeprägter sind diese täglichen Abweichungen.

Warum weichen die Gebetszeiten auf verschiedenen Websites ab?

Meistens liegt es an unterschiedlichen Rechenparametern: verwendeter Dämmerungswinkel für Fadschr und Ischa, Referenzhöhe des Horizonts, Rundung der Zeiten, oder daran, ob die Hanafiten- oder Schafi-i-Methode für Asr zugrunde gelegt wird. Zusätzlich kann die lokale Höhe über dem Meeresspiegel oder eine abweichende Zeitzoneneinstellung kleine Differenzen verursachen.

Was bedeutet der Hanafi- und Shafi-i-Unterschied beim Asr-Gebet?

Er beschreibt zwei legitime Definitionen des Asr-Beginns: Im Hanafi-Madhhab entsteht Asr, wenn der Nachmittags­schatten das Doppelte der Objektlänge erreicht. Im Schafi-i-, Maliki- und Hanbali-Madhhab genügt bereits die einfache Länge. Aus dieser Differenz resultieren je nach Jahreszeit 40–60 Minuten Unterschied zwischen beiden Gebetsplänen.

Was passiert, wenn die Sonne im Sommer nicht vollständig untergeht?

In sehr hohen Breiten (ab etwa 54–55 ° N) verschmelzen nautische und astronomische Dämmerung, sodass Ischa nicht mehr eindeutig berechnet werden kann. Für solche Fälle empfehlen klassische Rechtsquellen Ersatzmethoden wie das Angle-Proportional-Verfahren oder das Festlegen auf einen Mittelwert früherer Tage. In Soest (51,6 ° N) reicht die Sonne aber noch weit genug unter den Horizont, sodass reguläre Berechnungen ganzjährig möglich sind.

Soest Qibla Richtung