Gebetszeiten in Zweibrücken

Namaz

Nächstes Gebet: Dhuhr in

Fajr Morgengebet
Shuruk Sonnenaufgang
Dhuhr Mittagsgebet
Asr Nachmittagsgebet
Maghrib Abendgebet
Isha Nachtgebet
Informationen
Heute
, Mittwoch, 10 Juni 2026
Hijri
24 Dhu l-hiddscha 1447
Ort
Zweibrücken, Rheinland-Pfalz, Deutschland
Zeitzone
Europe/Berlin
Breitengrad
49.24686000
Längengrad
7.36977000
Einstellungen

Monatliche Gebetszeiten Zweibrückenjuni 2026

Datum Fajr Shuruk Dhuhr Asr Maghrib Isha

Gebetszeiten effizient in den Alltag integrieren

Wer in Deutschland arbeitet oder studiert, stellt gerade im Winter fest, dass zwischen Zuhr, Asr und Maghrib nur wenige Stunden liegen. Diese Verdichtung ist eine direkte Folge der geografischen Lage von Zweibrücken: Der Tag ist kurz, weil die Sonne am Breitengrad 49,24° bereits am Nachmittag tief steht. Damit kein Gebet verpasst wird, helfen drei einfache Strategien:

  • Pausen vorausschauend legen: Das deutsche Arbeitszeitgesetz schreibt Erholungszeiten vor. Wird die Mittagspause unmittelbar nach Zuhr genommen, bleibt später ein Puffer für Asr.
  • Erinnerungen mit realen Sonnenständen koppeln: Maghrib beginnt genau mit Sonnenuntergang – ein schnell sichtbares Signal, das sich nicht verschiebt, auch wenn die Uhrzeit variiert.
  • Flexible Lern- oder Arbeitsblöcke: In digitalen Kalendern lassen sich feste Zeitfenster rund um die Gebete einplanen. Wer Gleitzeit oder Homeoffice nutzt, kann Fadschr und Ischa in Ruhe verrichten und die Kernaufgaben dazwischen legen.

Der Sommer stellt das entgegengesetzte Problem dar: Fadschr ist sehr früh und Ischa sehr spät. Viele Muslime nutzen deshalb ein kurzes Schläfchen nach dem Morgengebet oder teilen die Nacht in zwei Phasen auf, wobei die Mitte der Nacht () als natürliche Ruhegrenze dient.

Asr nach zwei Rechtsschulen: Warum es in Zweibrücken zwei Zeiten gibt

Die fünf täglichen Gebete werden zwar überall anhand des Sonnenlaufs bestimmt, doch für Asr bestehen zwei etablierte Herangehensweisen:

  • Schafiʿi-, Hanbali- und Maliki-Schule: Asr beginnt, wenn der Schatten eines Objekts seine eigene Länge erreicht (ohne den Mittags­schatten).
  • Hanafi-Schule: Hier wartet man, bis der Schatten der doppelten Länge entspricht.

Die Differenz beträgt in Zweibrücken je nach Jahreszeit etwa 40–60 Minuten. Gläubige orientieren sich an der Schule, der sie folgen. Wer außerhalb des jeweiligen Zeitfensters betet, holt das Gebet als qadaʾ nach. Beide Meinungen sind im klassischen Fiqh abgesichert; keiner der Ansätze gilt als „richtiger“ oder „falscher“.

Wie entstehen die unterschiedlichen Zeiten?

Der Sonnenstand wird von Datumsangabe, Längengrad (7,37° O) und der lokalen Zeitzone (CET/CEST) beeinflusst. Rechenmethoden wie die „Islamic Society of North America“ oder „Muslim World League“ nutzen identische astronomische Grunddaten, legen aber verschiedene Richtwerte für Schattenlängen fest – daher findet man online zwei Asr-Spalten.

Breitengrad 49°: Lange Tage, kurze Nächte – Folgen für Fadschr und Ischa

Je weiter man sich vom Äquator entfernt, desto flacher verläuft die Sonnenbahn. Auf 49° Nord bedeutet das:

  1. Sommerliche Dämmerung: Zwischen Sonnenuntergang und dem Ende der nautischen Dämmerung vergeht in Zweibrücken bis zu einer Stunde. Ischa kann daher erst spät beginnen.
  2. Kurze astronomische Nacht: In den Wochen um die Sommersonnenwende dauert die wirkliche Nacht manchmal nur drei Stunden. Das frühe erste Morgenlicht rückt Fadschr auf Zeiten vor 04:00 Uhr.
  3. Winterliche Dunkelheit: Im Dezember hingegen endet Ischa bereits am frühen Abend, während Fadschr in Richtung 07:00 Uhr wandert.

Probleme bei sehr hohem Breitengrad

Nördlich von 48° Nord kann es vorkommen, dass die Sonne nie die 18° unter dem Horizont erreicht und so kein astronomisches Dunkel entsteht. Zwar liegt Zweibrücken nur wenig darüber, doch auch hier schwächt sich die Abenddämmerung im Juni kaum genug ab. Manche Berechnungs­methoden setzen daher geringere Winkel (z. B. 15°) an oder nutzen definierte Zeitzuschläge, damit Ischa nicht in der Nacht verschwindet.

Warum sich Tabellen unterscheiden können

Vier Faktoren erklären abweichende Werte:

  • verschiedene Dämmerungswinkel für Fadschr und Ischa (18°, 17°, 15°, 12°);
  • gemittelte Höhe über dem Meeresspiegel – schon 100 m Differenz verschieben Zeiten um 1–2 Minuten;
  • Rundung auf ganze oder halbe Minuten;
  • unterschiedliche Herangehensweisen an Sommerzeitumstellung.

Wer absolute Genauigkeit anstrebt, orientiert sich zusätzlich am realen Himmel: Fadschr beginnt mit dem ersten waagerechten Lichtstreifen im Osten, Maghrib mit der vollständigen Horizontunter­querung der Sonnenscheibe.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet der Hanafi- und Shafi-i-Unterschied beim Asr-Gebet?

Er betrifft den Zeitpunkt, an dem Asr beginnt. Nach der Shafi-i-, Maliki- und Hanbali-Schule startet Asr, sobald der Schatten eines Gegenstands seine eigene Länge erreicht. Die Hanafi-Schule wartet, bis der Schatten doppelt so lang ist. Dadurch ergibt sich eine spätere Hanafi-Zeit.

Was passiert, wenn die Sonne im Sommer nicht vollständig untergeht?

In sehr nördlichen Breiten verschwindet die Sonne um die Sommersonnenwende nie tiefer als 18° unter den Horizont. Dann endet die astronomische Dämmerung nicht, und Ischa lässt sich nicht über den klassischen Winkel bestimmen. Fiqh-Räte empfehlen in diesem Fall, geringere Winkel (15° oder 12°) oder proportionale Methoden zu nutzen, um eine praktikable Ischa-Zeit festzulegen.

Wann genau endet die Zeit für das Fajr-Gebet?

Das Zeitfenster für Fadschr beginnt mit dem ersten Morgengrauen und endet unmittelbar vor dem Erscheinen der Sonnenscheibe. Sobald die obere Kante der Sonne sichtbar wird (), ist das Fadschr-Gebet nicht mehr gültig.

Warum weichen die Gebetszeiten auf verschiedenen Websites ab?

Gründe sind unterschiedliche Dämmerungswinkel, Rundungsregeln, abweichende Höhenangaben, verschiedene Modelle für die Sommerzeit und die Wahl zwischen Hanafi- oder Shafi-i-Asr. Alle Zeiten beruhen auf denselben astronomischen Daten, unterscheiden sich jedoch in den gesetzten Parametern.

Zweibrücken Qibla Richtung